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Wo?
Ortseingangsschild Werdau Deutschlandkarte

Wo liegt Werdau?

Im Westen des Bundeslandes Sachsen, am Rand des Erzgebirges, am Flüsschen Pleiße 10 km westlich von Zwickau, 80 km südlich von Leipzig.

Werdau ist eine Kleinstadt mit knapp 25.000 Einwohnern, das "W" im DDR-LKW "W50" bedeutet Werdau. Wir haben ein Dampfmaschinenmuseum, eine Annoncenuhr (die man ruhig "Wahrzeichen" nennen könnte), ein jährliches Oldtimertreffen, einen Zwillingsclub, einen Marathon durch den "Werdauer Wald", die Diskotheken "Linde" und "Römer" und dann muß ich schon nachdenken, damit mir einfällt, was Werdau ausmacht.

Achja, im Jahre 2004 hatte Werdau seine 700-Jahr-Feier mit einem großen Festumzug.

Hunt am Stollen 352
Ein Bergbau-Hunt
Ein Gruß unter engeren Bekannten (also welche, die man duzt wie Arbeitskollegen oder Kumpels) lautet hier in der Gegend oft
"Glück auf"
(sprich:[gliggauf] oder auch ['gauf]), bedingt durch den im Umkreis betriebenen Bergbau, begonnen im Mittelalter mit Silbererzabbau im Erzgebirge, über den Steinkohlenbergbau in Zwickau bis zu dem bis zur Wende durch die "SDAG (Sowjetisch-Deutsche-Aktien-Gesellschaft) Wismut" durchgeführten Abbau von Uranerz.
Sollte ich Dich also mal mit "Glück auf" grüßen, dann kannst Du Dir die Frage, ob ich etwa Bergmann bin, getrost sparen: NEIN, bin ich nicht! Ich wurde nämlich schon von einem Schwabe, den ich versehentlich so gegrüßt habe, gefragt: "Bischt a Bergmaa?". Auch sonst erntet man erstaunte Blicke, wenn man in Nicht-Bergbaugegenden so grüßt - im Ruhrgebiet war ich allerdings noch nie.


Sagen

Die Entstehung von Werdau.

Werdauer Stadtwappen

Hier ein Abbild des Stadtwappens mit dem in der
Sage erwähnten Bischof Egidius und dem Reh.
(Darstellung des Wappens unter Nutzung des Zitatrechts)

Ein Bischof namens Egidius jagte einst, als die ganze Gegend von Werdau noch Wald war, an diesem Orte. Er verirrte sich dabei und als er sich, von der Jagdanstrengung ermattet, in der grausigen Einsamkeit niedersetzte, schlief er ein. Im Traume schreckten ihn die wilden Tiere des Waldes; aber plötzlich fuhr er, von einem Geräusche geweckt, aus dem Schlafe auf und rief: "Wer da ?" Es hatte sich nämlich ein verwundetes Reh vor ihm niedergeworfen und die Läufe auf des Bischofs Schoß gelegt. Mitleidsvoll zog der Gottesmann den Pfeil aus der Wunde und befreite das Tier von seinen Qualen. Nach mühevoller Wanderung fand er glücklich den Weg zu den Seinen. Unterwegs aber hatte er beschlossen, die Bäume auszurotten, eine Stadt anzulegen und an dem Orte, wo das Reh zu ihm gekommen, das Rathaus zu bauen; von dem Anrufe des Bischofs aber: "Wer da" hat hernach diese Stadt auch ihren Namen bekommen. Am Rathaus und im Siegel der Stadt ist dieser Bischof zu sehen mit dem Stabe.

Die Braupfanne auf dem Roten Berge bei Werdau

Es war einmal ein Krieg ausgebrochen. Da vergrub einer aus der berühmten und reichen Familie derer von Römer in dem Roten Berge, welcher sich nahe der Stadt Werdau erhebt, eine Braupfanne voll Gold, um dasselbe vor den Feinden zu verbergen. Und zwar geschah dies unweit der Steinpleiser Grenze, wo sich eine Vertiefung quer durch den Berg zieht, die im Volksmund noch immer "die Braupfanne" heißt. Als dann jener Römer starb, hinterließ er den Schatz demjenigen seiner Nachkommen, welcher nur mit einem Auge auf die Welt kommen würde. Von da an sah man lange Zeit hindurch alle Nächte von 11 bis 12 Uhr auf dem genannten Berge ein Licht, und es wurde gesagt, daß sich dasselbe gerade über der Stelle befinde, an welcher in der Tiefe der Schatz verborgen worden war. Ebenso zeigte man eine kleine Höhle als Anfang des Ganges, in welchem man zu der mit Gold und Silber gefüllten Braupfanne gelangen könne.
Da nun kein einäugiger Römer geboren wurde, so beschlossen vor über hundert Jahren zwölf Männer, unter denen sich auch der Pfarrer von Werdau befand, den Schatz zu heben. Ehe sie aber ans Werk gingen, segnete der Priester sich selbst und die Teilnehmer in der Kirche ein, und sie nahmen darauf ein aus Wachs geformtes einäugiges Kind mit, welches bei Kerzenlicht auf den Namen "von Römer" getauft worden war. Mit brennenden Kerzen zogen darauf alle in der Mitternachtsstunde nach dem Orte, an welchem der Schatz verborgen war. Unter Furcht und Zittern waren sie vor der Höhle angelangt, und unter Gebet bereiteten sie sich zum Eintritte vor. Da auf einmal tat sich unter furchtbaren Getöse der Rote Berg weit auf, und ein feuriger Hund kam wie ein Löwe brüllend auf sie zu und rief: "Welchen nehmen wir zuerst ?" Eine Stimme aus der Tiefe aber antwortete: "Den mit dem roten Tuche !" Wie die Männer diese schreckhaften Worte hörten, flohen sie entsetzt und freuten sich, als sie aus dem Bereiche des Ungetüms gekommen waren, ihres glücklich geretteten Lebens. Sie erzählten zwar, daß sie noch im Innern des Berges die große, mit Gold gefüllte Braupfanne gesehen hätten, doch da sie bald darauf, einer nach dem anderen, starben, so ist niemandem mehr die Lust angekommen, den Schatz zu heben.

Quelle: "Werdauer Heimatbuch", 1933

Stadtansicht vom Postberg
Sicht über die Innenstadt von Werdau mit
Marienkirche, Rathaus und altem Krankenhaus,
jetzt Verwaltungszentrum.
Rathaus
Rathaus
Alte Postkarte
Postkarte mit Marienkirche, etwa 1906
Katholische Kirche
Katholische Kirche
neues Krankenhaus
neues Krankenhaus

Ein Teller

Vorderseite Teller Da lief ich doch im Februar 2003 im Chemnitz-Center über den Flohmarkt und entdeckte einen Teller mit dem Werdauer Stadtwappen drauf. Nun, der Verkäufer wollte 50 € dafür haben, ich hab ihn erstmal stehen Rückseite Teller lassen (den Teller, den Verkäfer auch) und mir den restlichen Flohmarkt angeschaut. Später bin ich dann wieder hin und obwohl der Verkäufer anfangs nicht so richtig mit dem Preis runter gehen wollte, hab ich den Teller dann doch nach Anbringung des Arguments, daß doch nur ein Werdauer überhaupt etwas dafür bezahlen würde, für 40 € erstehen können. Seine Aussage, daß er eine Woche zuvor in Zwickau beim Flohmarkt viele Interessenten dafür gehabt hätte, mag zwar sein, es hat ihn aber trotzdem niemand gekauft. Hätt' ich ihn auch nicht erstanden, hätt' ich mich später zuhause ziemlich geärgert. Es ist nix dran, keine Stoßstelle, kein Kratzer - wie neu. Aber von 1938 und aus Tirschenreuther Porzellan, wie die Rückseite zeigt. Wenn jemand etwas Näheres zu diesem Teller weiß, wo er herstammt, ob es noch mehr davon gibt, was der Grund für die Anfertigung war, möge er mir doch bitte eine Mail schreiben.

Neue Glocken

OB Volkmar Dittrich und neue Rathausglocken
OB Volkmar Dittrich und die
neuen Rathausuhrglocken
Werdaus Rathaus hat am 8. Juni 2004 wieder Bronzeglocken bekommen, nachdem diese im ersten Weltkrieg entfernt wurden und gegen Stahlglocken ausgetauscht worden waren. Diese wurden durch den in Werdau geborenen und jetzt in Florida/USA lebenden Friedrich H.Oettel finanziert. Über dieses Ereignis wurde auch im MDR berichtet:

Download:
glocke_low_256KBit.avi (1.79 MB)
glocke_high_768KBit.avi (4.56MB)


Eine Chronik

Titelbild Chronik Werdau
Das Titelbild der
Werdau-Chronik
Mir flog letztens ein Heftchen zu, das ich bisher noch nicht kannte: "Chronik der Stadt Werdau", leider ist es nicht datiert, ich schätze es aber aus etwa den 20er Jahren. Wie meine Postkartensammlung (siehe Link unten) stelle ich dieses Heftchen auch mal der Allgemeinheit als PDF-Datei zur Verfügung. Selbiges gilt für ein Heft aus der Zeit des ersten Weltkrieges aus dem Meldeamt des Rathauses.

Download:
Kennzeichnung PDF Chronik Werdau (ca. 6 MB)
Kennzeichnung PDF Heft Meldeamt (ca. 2.5 MB)



Siehe auch:

Externe Links:



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